Sunday, Jul. 22, 2018

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Mallorca: Hier sind coole Villen begehrte Immobilien

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August 1, 2007

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Schauen Sie mal ins Telefonbuch von Mallorca. Es würde sich lesen wie das „Who is Who“ der Reichen und Schönen – vom Rockstar über das Supermodel, bis hin zur königlichen Familie und dem Rennfahrer – nur, dass sie alle natürlich nicht im Telefonbuch stehen!

Die Namen der schönen Menschen sind so vielfältig und unterschiedlich, das es schwierig ist, festzustellen, wer hier – auf der größten Baleareninsel -  Immobilien gekauft hat oder gerade kauft, wer wirklich hier ist und wer nicht, wer einen Schaufensterbummel macht und wer gerade nur einen ebenso berühmten Freund besucht.

Es ist eigentlich auch nicht wirklich wichtig. Es zählt der Berühmtheitsgrad dieser Namen: Robbie Williams, Claudia Schiffer, Michael Schumacher, Katie Holmes und Tom Cruise, Sir Elton John und David Furnish, Caroline Corr, der spanische König Juan Carlos und die „Hollywood-Hoheiten“ Catherine Zeta-Jones und Michael Douglas.

Einer der jüngsten Neuankömmlinge auf der Insel ist der britische Komponist Sir Andrew Lloyd Webber, der letztes Jahr eine wunderschöne Steinfinca in Deiá gekauft hat. Nur zehn Minuten entfernt vom – selbstverständlich prachtvollen – Anwesens Douglas und Zeta-Jones. Angeblich wurde er bereits diesen Sommer bei der Ankunft am Flughafen von Paparazzis gesichtet. Natürlich darf man nicht Mallorcas berühmtesten Spross, Rafael Nadal, vergessen, der mit 21 Jahren bereits der großartigste Tennisspieler ist, den die Welt jemals gesehen hat. Er kehrt regelmäßig zurück auf die Insel – zuletzt im Mai, kurz bevor er die French Open gewonnen hat und nach Wimbledon weiter gereist ist.

Bereits seit den dreißiger Jahren zieht Mallorca internationale Käufer an. Aber seit Mitte der Neunziger ist Mallorca mit seinem ruhigen Charme dabei, die oft aufdringliche und immer überfüllte Vorhersagbarkeit der Cote d’Azur und der Costa del Sol – besonders in Marbella – abzulösen. Was für einen Unterschied zehn Jahre ausmachen können. Und warum? Die Antwort ist einfach: Mallorca gibt den erschöpften Berühmtheiten genau das, was sie sich am meisten wünschen – Privatsphäre.

Denn was sich die Stars – ironischerweise – mehr als alles andere wünschen, wenn sie sich außerhalb des Rampenlichts bewegen, ist, dass sie in Jeans und T-Shirt herumlaufen können und dass sie behandelt werden wie jedermann – wenigstens für ein paar Monate im Jahr. Wenn das nicht mehr spannend ist, steigen sie wieder in ihre Privatjets und fliegen auf und davon.

Die Wahrheit ist, dass Berühmtheiten auf Mallorca kein Novum sind. Die Mallorquiner sind daran gewöhnt, seit sich hier um 1830 der Komponist Frederic Chopin und die Schriftstellerin Georges Sand aufhielten. Wenn also Boris Becker oder Steve McFadden, Phil Mitchell von Eastenders und ihresgleichen das Spießrutenlaufen mit den Flughafen-Paparazzis hinter sich haben, lässt man sie normalerweise in Ruhe, damit sie auf Mallorca etwas Frieden und Luxus genießen können.

Und Luxus gibt es hier jede Menge. Während die Immobilienpreise auf dem spanischen Festland aufgrund zu vieler Neubauprojekte, überhöhter Preise und zunehmender Haushaltsschulden gerade eine große Krise durchmachen, strotzt der Markt auf Mallorca – wie wir bereits letzten Monat berichteten – vor Gesundheit und Reichtum.

Die Preise haben sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht. Super-Luxus-Villen für mehrere Millionen Euro mit höchstem Sicherheitsstandard sind hier keine Seltenheit mehr – die teuerste davon ist etwa 50 Millionen Euro wert. Und bei einem solchen Kapitalwertzuwachs verdient man auch umso mehr, je mehr man ausgibt. Man kann dies als eine erstklassige Wertanlage betrachten.

Während also der durchschnittliche Käufer die Beschreibung seines neuen Apartments dahingehend studieren wird, zu sehen, ob auch ein eigener Parkplatz vorhanden ist, werden die Superreichen beim Immobilien-Shopping wahrscheinlich eher ihren Makler anrufen, um herauszufinden, ob die Villa in erster Meereslinie einen eigenen Hubschrauberlandeplatz hat.

Die neuesten Sicherheitsmaßnahmen und Kommunikationswege sind ebenfalls sehr beliebt bei denen, die viel Geld ausgeben möchten. Alles, von Sicherheitskameras und Sensoren bis zu Heizung, Beleuchtung und Unterhaltung ist computergesteuert und vom Laptop oder vom Mobiltelefon aus erreichbar, während man nicht anwesend ist.

Man kennt so etwas eigentlich nur aus Science-Fiction-Filmen. Von Immobilien im mehrstelligen Millionenbereich wird aber erwartet, dass es „intelligente Häuser“ sind. Mit allen Systemen integriert und zentral kontrollierbar, normalerweise mit Hilfe eines Touch-Screens. Und die Bauträger haben den Wettbewerbsvorteil erkannt, den ihnen diese Systeme bieten können.

„Es gibt auf jeden Fall eine Nachfrage für diese Art von Immobilien”, sagt Michael Cunnington von MJC Associates, ein Immobilienmakler, der im oberen Preissegment arbeitet, zu ABC Mallorca. „Einige wenige Bauträger haben sich auf diese ultra-modernen High-Tech-Häuser spezialisiert, die in einem sehr trendigen, minimalistischen Stil konzipiert werden – und sie treffen auf einen gesunden Markt.“ Genau so eine ultra-moderne Villa hat MJC Associates in Sol de Mallorca mit fantastischem Seeblick im Programm. 2005 erbaut, verfügt die Villa über einen lichtdurchfluteten, offenen Wohnbereich mit klaren, modernen Linien, einer elegant geschwungenen Treppe und einen von einem Teak-Deck umgebenen Infinity-Pool (Überlaufpool), von dem aus man hinausschaut bis zum Horizont des Mittelmeers.

Man wird dies vermissen, wenn man nicht da ist. Wenn man wieder zuhause ankommen ist, wird man mittels des Fingerabdruck-Erkennungssystems willkommen geheißen, die Eingangstür öffnet sich, um drei Etagen High-Tech-Bequemlichkeit zu präsentieren. Was ist also noch für 5,4 Millionen Euro zu bekommen? Eine Küche aus Italien, vom mailändischen Spezialisten Dada. Küchengeräte von Miele. Im Wohnzimmer befindet sich eine 108-Zoll-Kinoleinwand mit dazugehörigem Projektor. Jedes Zimmer, inklusive des Hauptschlafzimmers, verfügt über ein LCD Flachbildschirm-Fernsehgerät.

Das Lutron-Beleuchtungssystem wurde von einem der führenden internationalen Designer konzipiert. Damit kann man die komplette Beleuchtung von einem zentralen Ort aus steuern, indem man ein „Beleuchtungsprofil“ auswählt, das an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst ist. Nicht nur das. Es läßt sich auch so programmieren, dass das Haus bewohnt aussieht. Der Computer überwacht für etwa zwei Wochen die täglichen Gewohnheiten und spielt dann das gleiche Muster ab, wenn der Eigentümer ortsabwesend ist – nicht nur um dreiste Einbrecher davon zu überzeugen, dass jemand zu Hause ist, sondern auch, damit man sich an seine gewohnte Routine hält. Clever! Mehr über diese ausgefallene Immobilie erfahren Sie auf den Seiten 34 bis 39.

Wenn man dies alles bereits für 5,4 Millionen Euro bekommt, dann stelle man sich nun einmal vor, was für 50 Millionen zu kriegen ist! Zufälligerweise baut genau der gleiche Bauträger der 5,4 Millionen-Immobilie gerade eine 15 Millionen Villa in der Bucht von Formentor.

In exklusiver nord-östlicher Lage von Mallorca. Wird diese Villa schwer zu verkaufen sein? Keineswegs. Sie wird voraussichtlich bereits verkauft sein noch ehe sie fertig gestellt ist!


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